Gemeindebriefe

Gemeindebrief Nr. 180

2014 | Ausgabe 180 | Juni August

10.05.2017 | 1,9 MiB

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Andacht

Wir werden satt von den reichen Gütern deines Hauses und du tränkst uns mit Wonne wie mit einem Strom (Psalm 36)

Die reichen Güter des Gotteshauses werden in unserem Titelspruch besungen. Als Sehnder denkt man vielleicht zunächst an den neu gedeckten Turm und was er gekostet haben könnte. Oder an die Verzierungen am Barockaltar. Oder an die schön sanierte Orgel. Aber mit den reichen Gütern ist eigentlich etwas anderes gemeint, denn all das Kostspielige an unseren Kirchen macht uns ja nicht satt.

Wenn wir am 15. Juni das 275. Jubiläum unseres barocken Kirchenschiffes begehen, so kann manch einer selbst überlegen, was ihn oder sie in diesem Kirchraum gesättigt haben mag. Sicher gib es Kirchbesuche, die den Hunger der Seele nicht zu stillen vermögen, aber oft scheint es so zu sein, dass jemand „reiche Güter“ in Gottes Haus findet. Es gibt Menschen, die im Abendmahl ein „reiches Gut“ für die Seele finden, auch wenn ein Stück Brot und ein Schluck Wein den Leib eigentlich nicht satt machen. Manchmal sehe ich Menschen, die an einem Mittwochnachmittag unsere offene Kirche betreten, sich einen Moment setzen, einfach durchatmen. Neulich feierten wir Taufe mit einer Familie, deren sämtliche Vorfahren aus Sehnde stammten. „Wir sind alle hier getauft und konfirmiert“, sagten sie fröhlich und betraten den Kirchraum auch wirklich wie eine alte Heimat. So etwas ist schön, wenn Menschen sich in Gottes Haus wohl und zuhause fühlen. Wenn sie es verstehen, sich sättigen oder anfüllen zu lassen mit einem guten Geist, der Menschen in diesem Haus seit Generationen verbindet. In Gottes Haus können Menschen Trost und Frieden finden. Können Menschen ihr Glück und ihre Liebe feiern. Die intensivsten Stationen des Lebens werden oft mit diesem Gotteshaus verbunden, die satten glücklichen Stunden, manchmal auch Stunden des gemeinsam getragenen Leids.

Dass die Seele satt werde, dazu sind unsere Gotteshäuser da. Wo es nicht geschieht, da nützen uns neue Orgeln und neue Dachziegel nichts. Unsere Kirche feiern wir als einen Ort, an dem seit 275 Jahren Menschen aller Generationen gelacht, geweint, gebetet haben. Ein Ort, für den Menschen unseres Ortes schon einiges aufgewendet haben. Denken wir nur an den Förderverein, der mit einem immensen Spendenaufkommen viele schöne Dinge finanzieren konnte, zuletzt die Orgel. Es geht den Spendern sicher nicht nur um das Blattgold und die klaren Pfeifentöne. Sondern letztlich geht es mit allem, was wir äußerlich gestalten, sanieren und verschönern immer darum, dass Menschen in diesem besonderen Raum ihre Seele auftanken können, mal allein, mal in Gemeinschaft. Möge unsere Kirche auch in modernen Zeiten immer so ein Ort bleiben. Ein Ort an dem Kinder auf dem Boden kriechen, Jugendliche auch mal laute Lieder singen, Erwachsene eine Auszeit erfahren oder Ruhe finden. Ich wünsche uns allen, dass wir Gott und seiner Kraft in unserer Kirche begegnen.

Damaris Frehrking, Pn.

Gemeindebrief Nr. 179

2014 | Ausgabe 179 | März - Mai

10.05.2017 | 2,3 MiB

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Wen sucht ihr?

Wenn Ihr euch auf den Weg macht, ihn zu suchen dann sucht nicht hier. Sucht den Lebendigen nicht bei den Toten. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden. Es ist der erste Tag der Woche. Es ist wieder Alltag. Ihr wisst, dass er die Menschen im Alltag traf. Sucht ihn dort, wo er bisher all täglich war, auf dem Weg nach Galiläa oder auf irgend einem anderen alltäglichen Weg . Ihr wisst, dass er mit den Hoffnungsvollen feierte. Dort sucht ihn und erzählt davon wie Hoffende Grenzen überwinden und Liebenden die Zukunft offen steht. Ihr wisst, dass er die Ungerechten ansprach. Dort sucht ihn und fragt nach dem, der den Schwächsten ihr Leben zugesteht und die Kleinen annimmt.

Ihr wisst, dass er die Selbstgerechten ansprach. Dort sucht ihn und fragt nach dem, der auf den Vater vertraut und selbst seinen Richtern vergibt. Ihr wisst, dass er den Verzweifelten Hoffnung gab. Dort sucht ihn und fragt nach dem, der vom Himmelreich sprach, weil alles in dieser Welt überwindbar ist. Ihr wisst, dass er den Trauernden Trost schenkte. Dort sucht ihn und fragt nach dem, für den Gott den Tod überwand damit er auf unseren Wegen lebendig bleiben kann. Wenn Ihr euch auf den Weg macht ihn zu suchen, und die Menschen nach ihm fragt, wird er euch bei den Menschen begegnen. Und den Menschen wird er durch Euch begegnen. Und euer Weg wird zu seinem Weg werden.

Meditation zu Lukas 24, 5 – 6 Uwe Büttner

Gemeindebrief Nr. 178

2013-2014 | Ausgabe 178 | Dezember - Februar

10.05.2017 | 3,4 MiB

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Advent - von Tina Wilms

Im Dezemberdunkel
Tappe ich meiner Sehnsucht hinterher.
So oft schon ins Leere gefasst.
Durch Löcher gestolpert.
An dornigen Zweigen mir
Das Hoffnungskleid zerrissen.
Da schweift am Horizont ein Stern.
Als suche jemand die Erde ab.
Als hoffe er, im Lichtkegel
Einen Verlorenen zu entdecken.
Einer hat sich auf den Weg gemacht - Zu mir.

Gemeindebrief Sehnde 2012 Ausgabe März bis Juni

2012 | Ausgabe 171 | März - Mai

10.05.2017 | 2,0 MiB

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Die Spanne dieses Gemeindebriefes ist geprägt von großen Festen. Wir gehen durch die Passionszeit auf Ostern zu, bedenken in dieser Zeit Jesu Leidensweg, vielleicht auch eigene Leidenswege. Am Osterfest feiern wir den Frühling, den Neuanfang, das neue Leben, an dem wir auch teilhaben dürfen. Pfingsten feiern wir die Kraft, die die christliche Kirche ins Leben gerufen hat, die Kraft des Heiligen Geistes. Und damit kommt dann auch schon wieder die Zeit in der wir singen: Geh aus mein Herz und suche Freud. Unser Gang durch das Jahr erfolgt in Bewegungen. Aufwärts und wieder abwärts. Von Festen hin zum Alltag. Und aus dem Alltag wieder hin zu einem neuen Höhepunkt ...