Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen und Anmeldungen an:

 

Pastorin Damaris Frehrking

Telefon: 0 51 38/61 64 02

damaris.frehrking@evlka.de

 

Eine Anmeldung ist jeder Zeit zu den Bürozeiten möglich.

Mini-Konfirmandenunterricht in der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Sehnde

Seit Sommer 2009 bietet die evangelisch lutherische Kirchengemeinde Sehnde ein alternatives Konfirmandenmodell an. Da die Ganztagschule immer mehr um sich greift und es immer schwieriger für jugendliche Schüler wird, in der Woche Nachmittagstermine wahrzunehmen, soll das erste Konferjahr bereits in der 4. Klasse absolviert werden. Informationen und Anmeldeformulare werden bereits mit den Halbjahreszeugnissen an alle Drittklässler verteilt.

Wer am „Mini-KU“ teilnimmt, besucht einen Nachmittagstermin in der Woche (Montag oder Donnerstag je 14.54-15.45). Der Mini-KU kann auch im Rahmen des Ganztagsangebotes in der Grundschule Breite Straße wahrgenommen werden.

Auch eine Wochenendfreizeit gehört dazu. Nach dem Mini-KU-Jahr haben die Kinder 3 Jahre Pause, bis sie in der achten Klasse dann das Hauptkonfirmandenjahr im Blockmodell (ein Samstagvormittag im Monat) absolvieren, das mit der Konfirmation abgeschlossen wird. In den drei Zwischenjahren macht die Gemeinde Angebote wie Zelten, eine Freizeit, Adventsfeiern und anderes mehr. Die Mini-Konfis beleben unser Gemeindeleben. Für sie und ihre Familien gibt es das Angebot Familiengottesdienst etwa alle 6 Wochen. Die Kinder sind begeisterungsfähig und machen in der Regel gern mit! Den Unterricht leitet Pastorin Damaris Frehrking.

Vor den Sommerferien laden wir alle, die ein Kind angemeldet haben, zum Elternabend schriftlich ein.

Der Mini-KU (KU 4)

0. KU 4 – Mittlerweile nichts Neues mehr

Der KU 4 kommt aus dem sogenannten Hoyaer Modell. Dieses wurde schon vor über 30 Jahren von einem Hoyaer Pfarrer entwickelt. Die Grundidee besteht darin, das erste Konfirmandenjahr, das normalerweise während der siebten Klasse erfolgt, vorzuziehen und bereits während der vierten Klasse durchzuführen. Dies entspricht entwicklungs-psychologischen Erkenntnissen, demnach im Alter von 10 Jahren bestimmte Schritte vollzogen werden sollten. Man ist sich darüber einig, dass die ersten 10 Lebensjahre für alles Folgende grundprägend sind. Alles was bis dahin nicht angeeignet wurde, wird später umso schwerer angeeignet. Wir möchten die Kinder zu einem Zeitpunkt in die Gemeinde integrieren, in dem sie noch offen und ansprechbar sind. Im Alter von 10 Jahren interessieren sich Kinder besonders für sogenannte „Realien“. Sie hören gern Geschichten von Jesus, erfahren gern Tatsachen über seine Lebensumstände und über sein Land. Sie sind offen für Singen, Beten, aktiven Einsatz im Gottesdienst. Grundsätzlich kann das auch für Jugendliche gelten, aber die Themen verschieben sich im Jugendalter. Es geht mehr um die eigene Selbstfindung und –entwicklung, um Freundschaft, Liebe, Verantwortung. Auch das ist wichtig und wird in unserer Gemeinde seinen Platz behalten.

Der KU 4 ist ein Gemeinde-Aufbau-Modell. Wir wünschen uns mehr Familien in den Gemeinden. Wir wünschen uns Eltern, die ihre Kinder zur Kirche begleiten, mit ihnen zusammen nach Gott fragen und Antworten suchen. Darum lebt das KU 4 Modell von der Mitarbeit von Eltern. Für Kinder wird die Rede von Gott erst glaubwürdig, wenn nicht nur Pastoren, sondern auch Eltern dafür einstehen. Gesucht werden nicht Eltern, die viel Ahnung haben, sondern solche, die sich auf eine gemeinsame „Reise ins Land des Glaubens“ mit ihren und anderen Kindern einlassen möchten. Zur Elternmitarbeit s.u. Ich habe es als Bereicherung erlebt, durch den KU 4 Kinder mit ihren Familien in das Gemeindeleben zu integrieren.

1. Der Unterricht

Der Unterricht findet wöchentlich statt außer in den Schulferien und dauert 60 Minuten. Es wird in jedem Fall eine Montagsgruppe von 14.45-15.45Uhr geben. Bei hoher Nachfrage und Terminschwierigkeiten kann zum Beispiel am Donnerstag noch eine weitere Gruppe starten.

Feste Themen des Unterrichts
  1. Die Feste und Feiertage im Kirchenjahr
  2. Kirche, Taufe und das christliche Glaubensbekenntnis
  3. Das Abendmahl
  4. Das Leben von Jesus

Die Unterrichtsinhalte werden durch kreative Prozesse wie Basteln, Malen, Rollenspiel etc. vertieft. Grundsätzlich geht es im Mini-KU nicht so stark um Leistung wie in der Schule, aber dennoch soll Wissen angeeignet werden. Auch Integrationskinder können in der Regel teilnehmen, eine Absprache ist aber notwendig. Wir wollen die Kinder dazu befähigen, sich eine fundierte Meinung zu christlichen Fragen und zum kirchlichen Leben zu bilden. Dazu ist Bildung notwendig. Diese sollte nach Möglichkeit nicht nur durch Gemeinde und schulischen Unterricht, sondern auch durch Eltern, Großeltern, Paten etc. gefördert werden. Wer Anregungen zur religiösen Erziehung seiner Kinder sucht, kann uns jederzeit ansprechen!

2. Eltern-Mitarbeit

Der Mini-KU lebt von der zuverlässigen ehrenamtlichen Mitarbeit von Eltern. Alle Eltern sind zur Mitarbeit geeignet, sofern sie Lust haben, sich auf die Inhalte und die Kinder einzulassen. Da Eltern eigentlich im Bereich der religiösen Erziehung die ersten Ansprechpartner sein sollten, ist es uns wichtig, Eltern in unsere religiöse Erziehungsarbeit mit einzubinden. Man lernt mit! Sollten sich keine Eltern zur Mitarbeit finden, findet das Angebot natürlich trotzdem unter meiner Leitung statt. Je nach Absprache trifft sich das MitarbeiterInnen-Team regelmäßig an einem Abendtermin, um die nächste/n Unterrichtseinheit/en gemeinsam vorzubereiten. Ich kümmere mich um Material, fertige Abläufe an und sehe mich dafür verantwortlich, die mitarbeitenden Eltern zu ihrem Einsatz zu befähigen. Idealerweise betreuen immer 2 TeamerInnen eine Kleingruppe von 10 bis 12 Kindern. Der Arbeitsaufwand für mitarbeitende Eltern ist sicher nicht unerheblich. Aber bisher haben unsere TeamerInnen ihren Einsatz nicht bereut!

3. Gottesdienstbesuche

Während des Konfirmandenjahres sollten die Kinder insgesamt 15 Gottesdienstbesuche vorweisen können. Die Kinder bekommen ein Gottesdienstblatt, das sie sich am Ende des Gottesdienstes unterschreiben lassen und an uns zurückgeben, wenn es ausgefüllt ist. Wir empfehlen, besonders Familien-, Kinder- und Jugendgottesdienste wahrzunehmen. Unser Angebot entnehmen Sie dem Gemeindebrief. Auch der Besuch der Kinderkirchentage wird angerechnet, genauso Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Ebenso zählt der Besuch eines Gottesdienstes in einer anderen Gemeinde. Wir möchten Sie als Eltern bitten, Ihre Kinder nach Möglichkeit zum Gottesdienst zu begleiten. Es sollte immer gemeinsam geschaut werden, welche Gottesdienste für die Kinder geeignet sind. Die Teilnahme Ihres Kindes am Abendmahl ist in unserer Gemeinde möglich.

4. Die Zwischenzeit

In den drei Jahren zwischen den Unterrichtsjahren werden für ehemalige Mini-Konfis in Zukunft regelmäßige Angebote stattfinden, zu dem eine schriftliche Einladung ergehen wird. Das werden z. B. Familiengottesdienste, Bibeltage oder auch Freizeitangebote sein.

5. Freizeit

Im zweiten Halbjahr fahren die Kinder auf eine Wochenendfreizeit. Diese Freizeit gehört zum Unterricht und ist verpflichtend. Die Kosten der Freizeit werden sich auf ca. 55 Euro belaufen. Bei finanziellen Schwierigkeiten helfen wir auf Nachfrage aus.

6. Weitere Kosten

Wir erbitten für die Dauer der gesamten KU-Zeit eine Material-Gebühr von 15 Euro, die Sie bitte zu Beginn des Mini-Konferjahres überweisen. Die Bankverbindung wird mit dem nächsten Brief bekanntgegeben an alle, die sich anmelden. Mit dieser Material-Gebühr decken wir die Kosten von Kopien und Bastelmaterial und Fotos.

7. Material

Regelmäßig zum Unterricht mitzubringen sind Schreibpapier (DIN A 4 gelocht liniert), Kugelschreiber, Bleistift, Bunt- oder Filzstifte, DIN A 4 Schnellhefter. Wir erwarten nicht, dass die Kinder im Mini-KU bereits eine eigene Bibel besitzen. Dennoch ist es niemals falsch eine Bibel zu besitzen. Wir empfehlen als Klassiker die neue Lutherübersetzung, die Neukirchener Erzählbibel oder die „Hoffnung für alle“.

8. Taufe

Noch nicht getaufte Kinder können jeder Zeit in unseren Gottesdiensten getauft werden. Für Informationen stehen wir gern zur Verfügung.

9. Zuverlässigkeit

Bei Fernbleiben aus Krankheits- oder anderen ernsthaften Gründen erbitten wir von den Erziehungsberechtigten telefonische Entschuldigung (auch Email).