Ein Defibrillator gegen den plötzlichen Herztod

Im Eingangsbereich des Gemeindehauses hängt jetzt ein Defibrillator, um Leben zu retten.

Reinhard Grosskopf (links) und Heidrun Golenia vom Kirchenvorstand lassen sich von Bernhard Glasow den Gebrauch des Defibrillators erklären. Foto: Schütz
Reinhard Grosskopf (links) und Heidrun Golenia vom Kirchenvorstand lassen sich von Bernhard Glasow den Gebrauch des Defibrillators erklären. Foto: Schütz

Der neue Schaukasten am Eingang des Gemeindehauses zeigt die Sponsoren aus Sehnde, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, im Eingangsbereich des Gemeindehauses einen Defibrillator zu installieren.

Der Defibrillator ist selbsterklärend und kann von Laien in den ersten Minuten nach bedrohlichen Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden, bevor ein Arzt oder Rettungswage überhaupt vor Ort sein kann. Mit der Lieferung des Gerätes werden auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unserer Kirchengemeinde im Umgang mit dem Defibrillator unterwiesen.

Der Kirchenvorstand hofft, damit einen Baustein zu einem sichereren Leben in Sehnde beizutragen.

Sehr herzlich bedanken wir uns bei den Sponsoren, die es uns ermöglicht haben, den Defibrillator in unserem Gemeindehaus zu installieren, die Sie unter dem folgenden Symbol finden.

Dreißigacker Bauunternehmen, Fotomeisterei Ralph Thiele, Glaserei Mühlbauer,  Naturstein GmbH Lemke, TIT Import Export GmbH, Logopädische Praxis Mechthild Kaufhold, Strohdach Kommunaltechnik GmbH, Das Kaffeehaus Kaffeerösterei, Claus Zimmermann Fliesen- Platten- und Mosaiklegermeister, Schmidt Fleischwaren GmbH, Auto Check Karl-Heinz Tubbe e.K., Fahrräder und Autoteile Martin Buchholz, Edeka Jacoby, DRK Ortsverein Sehnde e.V., Klein Lobke Seniorenheim, Gerhard Fischer Tischlermeister, Pflegeteam GmbH, AWO Residenz Sehnde, Meinig Bestattungen, Blumenhaus & Gärtnerei Falkenhagen, Pflegepartner Sehnde GmbH, Sonnen-Apotheke

Uwe Büttner, Pastor

Zeitungsartikel vom 11. Dezember 2014
Herzmassage nach genauer Ansage
Evangelische Kirchengemeinde hat einen Defibrillator im Gemeindehaus aufgehängt

Die Stadt hat es im Rathaus vorgemacht, jetzt hat die evangelische Kirchengemeinde nachgezogen: Seit Dienstagnachmittag hängt im Windfang des Gemeindehauses an der Mittelstraße ein Defibrillator. Mit diesem Gerät kann Menschen geholfen werden, die mit sogenanntem Herzkammerflimmern zusammenbrechen.

Einen konkreten Anlass für die Anschaffung habe es nicht gegeben, beteuerte Pastor Uwe Büttner. „Aber wir haben viel mit älteren Leuten zu tun.“ Und bei gut besuchten Gottesdiensten herrsche nicht immer die beste Luft, sodass es möglicherweise auch hier zu Vorfällen kommen könne, die den Einsatz des Defibrillators nötig machten, erklärte der Geistliche.

Vor dem Anbringen des Geräts, dessen Kosten von 1500 Euro komplett von Sponsoren aufgebracht wurden, gab es vom Malteser-Hilfsdienst eine Einführung für den Kirchenvorstand und Mitarbeiter der Gemeinde. Der Kernsatz von Malteser-Mitarbeiter Bernhard Glasow war dabei: „Mit diesem Gerät kann man keinen Blödsinn machen.“ Es gebe nicht nur klare Anweisungen in schriftlicher Form. „Der Defibrillator ist das erste Erste-Hilfe-Gerät, das mit uns spricht“, sagte der Experte von der Malteser-Diözesangeschäftsstelle Misburg. Er bezog sich damit auf die elektronische Stimme, die dem Helfer genaue Anweisungen gibt, wenn das Gerät eingesetzt wird. Selbst der Rhythmus, in dem man eine Herzmassage anwendet, wird vorgegeben.

Da der Defibrillator unter das Medizinproduktegesetz fällt, muss es einen Beauftragten für das Gerät geben, der die Wartung im Auge behält. Dies übernimmt Andrea Mietz.

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Lehrte und Sehnde
vom 11. Dezember 2014
Red. Michael Schütz, Sehnde.

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