Sehnde, Rethmar, Haimar | 29. Juni 2021

Pilgertag 2021 nach Ebstorf

In aller Frühe ging es los. Unser Ziel: Ebstorf, ein Klosterflecken in der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen. Begleitet haben uns die Gedanken von Ute Latendorf:

 

Losgehen.
An einem frühen Morgen, mit müden Beinen und ängstlichem Herzen.

Losgehen.
Weil da ein Weg ist, der zum Gehen einlädt.

Losgehen.
Ohne sich umzusehen nach Vertrautem, Gewohnheiten ablegen, bedürfnislos werden.

Losgehen.
Und während des Gehens die alte, enge Haut abstreifen, Verkrustungen aufbrechen.
Und sich verändern lassen.

 

Dort angekommen machten wir uns nach einer kurzen Erfrischungspause mit Rucksack, Pilgerstab und guter Laune auf, um den Schöpfungsweg zu erkunden. Dieser führte und durch Wald, Feld und Wiesen. Neun Bilder des Künstlers Werner Steinbrecher (1946-2008) säumen den Schöpfungsweg und interpretieren die Schöpfung aus christlicher, jüdischer und zeitgemäßer Perspektive.

Woher kommen wir und wohin gehen wir? Warum und wozu leben wir? Was macht unser Leben aus und wie gewinnt es an Tiefe und Sinn?

Über diese Fragen haben wir nachgedacht und sind darüber miteinander ins Gespräch gekommen. Eine Erholung gönnten wir uns im Arboretum in Melzingen, dem Garten der 800 verschiedenen Pflanzen und Bäume. Im Cafe (einem ehemaligen Hühnerstall) genossen wir Kaffee und Kuchen.

Den Rückweg legten wir größtenteils schweigend zurück und kamen erschöpft und immer noch guter Laune aber ohne Pilgerstab wieder an unserem Ausgangspunkt an.

Vielen Dank an Christiane Krüger und Annegret Gutsche, die uns sicher und entspannt gefahren haben.

Zurück